Firmenhonig für Unternehmen: Vom Bienenvolk zum Geschenk
Viele Werbegeschenke werden bestellt, verteilt – und schnell wieder vergessen.
Firmenhonig ist anders.
Er entsteht über Monate hinweg direkt aus einem Bienenprojekt am Unternehmensstandort. Mitarbeitende können die Entwicklung der Bienenvölker verfolgen, erleben die Honigernte und halten später ein Produkt in den Händen, dessen Geschichte unmittelbar mit dem eigenen Unternehmen verbunden ist.
Gerade diese Herkunft macht Firmenhonig zu einem besonderen Geschenk für Mitarbeitende, Kunden und Geschäftspartner. Doch wie entsteht Firmenhonig eigentlich? Wie viel Honig liefert ein Bienenvolk? Und welche Möglichkeiten gibt es bei Gläsern und Etiketten?
Was versteht man unter Firmenhonig?
Als Firmenhonig bezeichnen wir Honig, der im Rahmen eines Bienenprojekts für ein Unternehmen geerntet und anschließend für dieses Unternehmen abgefüllt wird.
Idealerweise stammen die Bienenvölker direkt vom eigenen Unternehmensstandort. Damit unterscheidet sich Firmenhonig deutlich von einem klassischen Werbeartikel, bei dem ein beliebiges Produkt lediglich mit einem Firmenlogo versehen wird. Beim eigenen Bienenprojekt entsteht zunächst die Geschichte – und anschließend das Produkt.
Die Bienenvölker werden über die Saison betreut, sammeln Nektar in der Umgebung und entwickeln sich entsprechend der natürlichen Bedingungen ihres Standortes. Der später abgefüllte Honig wird damit zu einem greifbaren Ergebnis des gesamten Bienenprojekts.
Vom Firmenstandort bis ins Honigglas
Bis ein Glas Firmenhonig übergeben werden kann, vergehen mehrere Monate.
Am Anfang steht das Bienenvolk.
Während des Frühjahrs wächst das Volk und erreicht nach und nach seine volle Stärke. Mit zunehmendem Blütenangebot sammeln die Arbeiterinnen Nektar aus der Umgebung. Dabei nutzen die Bienen nicht nur Pflanzen direkt auf dem Unternehmensgrundstück. Sie erschließen ein wesentlich größeres Umfeld rund um ihren Standort. Der eingetragene Nektar wird im Bienenvolk weiterverarbeitet und schließlich als Honig in den Waben eingelagert.
Erst wenn der Honig ausreichend reif ist und die Bedingungen stimmen, kann geerntet werden.
Wann wird der Firmenhonig geerntet?
Eine Honigernte folgt keinem festen industriellen Produktionsplan.
Wann und wie viel Honig geerntet werden kann, hängt von verschiedenen natürlichen Faktoren ab.
Dazu gehören unter anderem:
- Wetter
- Blütenangebot
- Entwicklung der Bienenvölker
- Standort
- Jahresverlauf
- verfügbare Trachtquellen
Ein kühles oder sehr nasses Frühjahr kann die Entwicklung anders beeinflussen als eine warme Saison mit guten Trachtbedingungen. Deshalb lässt sich eine bestimmte Honigmenge nicht auf das Kilogramm genau im Voraus garantieren. Gerade darin liegt aber auch ein Teil der Besonderheit:
Firmenhonig ist ein Naturprodukt und kein industriell standardisiertes Werbemittel.
Wie viel Honig liefert ein Bienenvolk?
Diese Frage wird bei der Planung eines Bienenprojekts häufig gestellt.
Eine allgemeingültige Zahl wäre jedoch wenig seriös. Der tatsächliche Honigertrag eines Bienenvolks kann von Jahr zu Jahr erheblich schwanken. Wetter, Volksentwicklung und Nahrungsangebot spielen dabei eine entscheidende Rolle. Auch zwei Bienenvölker am gleichen Standort müssen nicht zwangsläufig exakt den gleichen Ertrag liefern.
Deshalb sollte ein Bienenprojekt nicht ausschließlich danach geplant werden, wie viele Honiggläser am Ende entstehen sollen.
Der Firmenhonig ist vielmehr ein besonderes Ergebnis eines lebenden Projekts.
Was passiert nach der Honigernte?
Nach der Entnahme der erntereifen Honigwaben beginnt die Verarbeitung.
Der Honig wird aus den Waben gewonnen und anschließend fachgerecht weiterbehandelt. Je nach Honig und gewünschter Verarbeitung gehören dazu beispielsweise:
- Schleudern
- Sieben
- kontrollierte Lagerung
- gegebenenfalls Rühren
- Abfüllen
Ziel ist es, den Honig sorgfältig zu verarbeiten und seine natürlichen Eigenschaften zu erhalten.
Erst anschließend erfolgt die Abfüllung in die vorgesehenen Honiggläser.
Das Firmenetikett macht den Honig zum Unternehmensprodukt
Ein besonderes Element des Firmenhonigs ist das individuelle Etikett.
Damit lässt sich die Verbindung zwischen dem Honig und dem jeweiligen Unternehmen sichtbar machen. Mögliche Bestandteile eines individuellen Designs sind beispielsweise:
- Unternehmenslogo
- Unternehmensfarben
- Name des Bienenprojekts
- Hinweis auf den eigenen Firmenstandort
- kurze Geschichte zum Bienenprojekt
- Grußbotschaft
- Gestaltung für einen bestimmten Anlass
Gerade bei einem echten Standortprojekt sollte die Gestaltung nicht wie ein klassischer Werbeaufkleber wirken.
Stärker ist eine Botschaft, die die Herkunft des Produkts erklärt.
Zum Beispiel:
„Geerntet aus unseren Bienenvölkern am Unternehmensstandort.“
Damit erhält das Glas einen unmittelbaren Bezug zum Projekt.
Für wen eignet sich Firmenhonig als Geschenk?
Firmenhonig lässt sich auf sehr unterschiedliche Weise einsetzen.
Mitarbeitende
Für Mitarbeitende ist der eigene Honig besonders interessant, wenn sie das Bienenprojekt bereits über die Saison erlebt haben. Vielleicht wurden die Völker bei ihrer Aufstellung vorgestellt oder Mitarbeitende konnten bei einer Durchsicht Einblicke gewinnen. Das fertige Honigglas ist dann nicht irgendein Geschenk, sondern der sichtbare Abschluss einer Geschichte, die direkt am Arbeitsplatz stattgefunden hat.
Kunden
Auch als Kundengeschenk eignet sich Firmenhonig. Im Gegensatz zu vielen klassischen Werbeartikeln besitzt er eine nachvollziehbare Herkunft und lässt sich mit einer authentischen Geschichte verbinden.
Geschäftspartner
Als kleines Präsent für Geschäftspartner kann eigener Honig ebenfalls einen persönlichen Bezug zum Unternehmen herstellen.
Veranstaltungen
Firmenhonig kann bei Jubiläen, Unternehmensveranstaltungen, Tagungen oder besonderen Anlässen eingesetzt werden.
Weihnachtsgeschenke
Auch als Bestandteil eines Weihnachtsgeschenks lässt sich eigener Honig gut verwenden – insbesondere dann, wenn das Unternehmen das Bienenprojekt bereits während des Jahres kommunikativ begleitet hat.
Warum funktioniert Firmenhonig so gut in der Unternehmenskommunikation?
Gute Kommunikation braucht konkrete Geschichten.
Ein Bienenprojekt liefert davon über das gesamte Jahr hinweg viele.
Die Aufstellung der Bienenvölker ist ein Anlass.
Die erste Durchsicht ist ein Anlass.
Die Schwarmzeit ist ein Anlass.
Ein Mitarbeiter-Workshop ist ein Anlass.
Die Honigernte ist ein Anlass.
Und schließlich wird aus dieser Entwicklung ein Produkt, das man tatsächlich in die Hand nehmen kann.
Dadurch lassen sich sehr unterschiedliche Kommunikationsmaßnahmen miteinander verbinden.
Beispielsweise:
- Intranet-Beiträge
- Mitarbeiterinformationen
- Newsletter
- Website-Beiträge
- Social Media
- Nachhaltigkeitskommunikation
- Kundeninformationen
- Veranstaltungen
Der Firmenhonig steht dabei am Ende einer ganzen Reihe realer Ereignisse.
Firmenhonig statt beliebigem Werbeartikel
Unternehmen investieren jedes Jahr erhebliche Summen in Werbe- und Kundengeschenke.
Viele dieser Produkte haben jedoch kaum einen Bezug zum Unternehmen selbst. Ein Glas Firmenhonig aus dem eigenen Bienenprojekt funktioniert anders. Es besitzt drei Eigenschaften, die sich nur schwer künstlich herstellen lassen:
Herkunft, Geschichte und Begrenztheit.
Der Honig stammt aus einem konkreten Projekt. Er wurde nicht beliebig aus einem Katalog ausgewählt. Und seine verfügbare Menge wird durch die tatsächliche Honigernte bestimmt.
Dadurch entsteht automatisch eine gewisse Exklusivität.
Ist Firmenhonig immer regional?
Der Begriff „regional“ sollte mit Bedacht verwendet werden.
Bei Bienenvölkern am Unternehmensstandort stammt der Honig aus dem Fluggebiet dieser Bienen und damit aus dem Umfeld des jeweiligen Bienenstandes. Wo die Bienen ihren Nektar sammeln, lässt sich jedoch nicht auf einzelne Grundstücksgrenzen beschränken. Honigbienen nutzen eine Vielzahl verschiedener Nahrungsquellen in ihrer Umgebung.
Gerade deshalb erzählt der Firmenhonig auch etwas über die Landschaft rund um den Unternehmensstandort.
Muss ein Unternehmen eigene Blühflächen haben?
Nein.
Ein Firmenbienenprojekt setzt nicht voraus, dass das gesamte Unternehmensgelände mit Blühflächen gestaltet ist. Die Bienen nutzen ein größeres Umfeld. Eigene Blühflächen und eine insektenfreundliche Gestaltung können das Projekt jedoch sinnvoll ergänzen. Dadurch entsteht neben den Bienenvölkern ein zusätzlicher ökologischer Mehrwert am Standort.
Dabei sollte auch hier differenziert werden:
Ein Bienenvolk allein ersetzt kein umfassendes Biodiversitätskonzept.
Die Kombination aus Bienenprojekt, geeigneter Bepflanzung und angepasster Grünflächenpflege kann jedoch ein guter Ausgangspunkt für weitere Maßnahmen sein.
Können Mitarbeitende bei der Honigernte eingebunden werden?
Einblicke in die Honigernte können für Mitarbeitende besonders interessant sein.
Je nach Projekt und organisatorischem Rahmen lassen sich einzelne Arbeitsschritte erklären oder im Rahmen eines Workshops begleiten. Dadurch wird nachvollziehbar, wie aus dem zuvor beobachteten Bienenvolk schließlich der eigene Firmenhonig entsteht. Gerade solche Erlebnisse machen ein Bienenprojekt greifbar.
Die Mitarbeitenden sehen nicht nur ein fertiges Honigglas, sondern kennen seine Entstehungsgeschichte.
Firmenhonig als Teil des Employer Brandings
Ein Bienenprojekt kann auch intern eine interessante Wirkung entfalten.
Viele Nachhaltigkeitsmaßnahmen bleiben für Mitarbeitende abstrakt. Bienenvölker auf dem eigenen Gelände sind dagegen unmittelbar sichtbar. Wenn daraus später eigener Honig entsteht, wird aus dem Projekt etwas Persönliches.
Das kann beispielsweise genutzt werden für:
- Willkommenspakete
- Mitarbeitergeschenke
- Jubiläen
- interne Veranstaltungen
- Weihnachtspräsente
- kleine Anerkennungen
Entscheidend ist weniger der materielle Wert eines einzelnen Honigglases.
Interessant ist die Geschichte dahinter.
Ist Firmenhonig ein geeignetes Nachhaltigkeitsgeschenk?
Firmenhonig kann sehr gut Teil einer Nachhaltigkeitskommunikation sein.
Dabei sollte allerdings vermieden werden, aus einem einzelnen Bienenprojekt überzogene ökologische Aussagen abzuleiten. Ein Unternehmen wird durch einige Bienenvölker nicht automatisch nachhaltig.
Glaubwürdiger ist eine konkrete Kommunikation:
Wir betreiben gemeinsam mit einem Imker Bienenvölker an unserem Unternehmensstandort.
Das ist nachvollziehbar, überprüfbar und authentisch.
Werden zusätzlich weitere Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung des Standortes umgesetzt, kann daraus ein umfassenderes Projekt entstehen.
Wie lässt sich Firmenhonig über das Jahr kommunikativ begleiten?
Die interessanteste Kommunikation beginnt nicht erst mit dem fertigen Honigglas.
Ein Bienenprojekt bietet über die gesamte Saison hinweg Möglichkeiten.
Frühjahr
- Aufstellung der Bienenvölker
- Vorstellung des Projekts
- erste Durchsicht
- Entwicklung der Völker
Frühsommer
- Wachstum der Bienenvölker
- Schwarmzeit
- Einblicke in die Arbeit des Imkers
Sommer
- Honigreife
- Honigernte
- Workshops
- Bilder aus dem Bienenprojekt
Herbst
- Aufbereitung und Abfüllung
- Firmenetiketten
- Vorbereitung der Bienenvölker auf den Winter
Winter
- Ausgabe oder Versand des Firmenhonigs
- Rückblick auf das Bienenjahr
- Planung für die kommende Saison
So entsteht aus einem einzelnen Standortprojekt kontinuierlicher Content.
Firmenhonig ist kein Massenprodukt
Gerade Unternehmen sollten bei der Planung berücksichtigen, dass Honig aus eigenen Bienenvölkern nur begrenzt verfügbar ist.
Das unterscheidet ihn von einem klassischen Werbeartikel. Wenn ein Unternehmen beispielsweise mehrere tausend identische Kundengeschenke benötigt, ist der eigene Standort-Honig möglicherweise nicht für jeden Empfänger verfügbar.
Das muss jedoch kein Nachteil sein. Im Gegenteil:
Eine begrenzte Menge kann den Firmenhonig zu einem bewusst ausgewählten Präsent für besondere Empfänger machen.
Was sollte bei der Planung berücksichtigt werden?
Wer Firmenhonig in ein Bienenprojekt integrieren möchte, sollte frühzeitig überlegen, wie er später verwendet werden soll.
Hilfreiche Fragen sind:
- Für wen ist der Honig gedacht?
- Wie viele Gläser werden ungefähr benötigt?
- Welche Glasgröße passt zum Einsatzzweck?
- Soll ein individuelles Etikett entstehen?
- Soll das Bienenprojekt auf dem Etikett erklärt werden?
- Zu welchem Zeitpunkt soll der Honig eingesetzt werden?
- Soll die Honigernte kommunikativ begleitet werden?
Diese Überlegungen helfen dabei, das Bienenprojekt und die spätere Nutzung sinnvoll miteinander zu verbinden.
Wie funktioniert Firmenhonig bei SummWerk?
Bei einem SummWerk-Bienenprojekt stehen die Bienenvölker am vereinbarten Unternehmensstandort und werden über die Saison professionell betreut.
Wenn die Volksentwicklung und die natürlichen Bedingungen eine Honigernte ermöglichen, wird der Honig fachgerecht geerntet und verarbeitet. Abhängig vom gebuchten Leistungsumfang kann der Honig anschließend für das Unternehmen abgefüllt und individuell gestaltet werden. So entsteht aus dem Bienenprojekt ein Produkt mit unmittelbarem Bezug zum eigenen Standort.
Häufige Fragen zu Firmenhonig
Stammt der Firmenhonig wirklich von unseren eigenen Bienenvölkern?
Bei einem standortbezogenen Bienenprojekt stammt der geerntete Honig aus den betreuten Völkern am jeweiligen Bienenstand. Die Bienen sammeln ihren Nektar dabei im Umfeld des Standortes.
Wie viel Honig bekommen wir?
Die Erntemenge lässt sich nicht exakt im Voraus bestimmen. Wetter, Volksentwicklung, Standort und Trachtangebot beeinflussen den Honigertrag jedes Jahr neu.
Können wir unser Firmenlogo auf das Honigglas drucken?
Ein individuelles Firmenetikett kann entsprechend dem vereinbarten Projekt gestaltet werden und beispielsweise Logo, Unternehmensfarben oder Informationen zum Bienenprojekt enthalten.
Können unterschiedliche Glasgrößen verwendet werden?
Je nach gewünschtem Konzept können unterschiedliche Abfüllgrößen infrage kommen. Die konkrete Ausführung sollte frühzeitig abgestimmt werden.
Eignet sich Firmenhonig als Weihnachtsgeschenk?
Ja. Gerade zum Jahresende eignet sich Firmenhonig sehr gut als persönliches Präsent, weil zu diesem Zeitpunkt die Geschichte des gesamten Bienenjahres erzählt werden kann.
Können wir den Honig an Kunden weitergeben?
Firmenhonig kann beispielsweise an Mitarbeitende, Kunden oder Geschäftspartner ausgegeben werden. Die konkrete Verwendung und benötigten Mengen sollten bereits bei der Projektplanung berücksichtigt werden.
Kann Honig jedes Jahr garantiert werden?
Eine bestimmte Erntemenge kann bei einem Naturprodukt nicht seriös garantiert werden. Die Ernte hängt von den tatsächlichen Bedingungen des jeweiligen Bienenjahres ab.
Können Mitarbeitende die Honigernte erleben?
Je nach Projekt können begleitete Einblicke oder Workshops rund um Bienenvölker und Honigernte geplant werden.
Vom Bienenvolk zum besonderen Unternehmensgeschenk
Firmenhonig ist am stärksten, wenn er nicht isoliert betrachtet wird.
Das Glas am Ende der Saison ist das sichtbare Ergebnis eines Projekts, das über Monate direkt am Unternehmensstandort stattgefunden hat.
Genau diese Verbindung macht ihn besonders:
Die Geschichte beginnt nicht beim Etikett – sondern beim eigenen Bienenvolk.
Unternehmen, die ein solches Projekt umsetzen möchten, können zunächst prüfen lassen, welche Möglichkeiten ihr Standort bietet.
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